Ökologie & UmweltLandwirtschaft und Wasserschutz |
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(ZMP) – Zwischen Landwirtschaft und Wasserschutz bestehen oft Interessenkonflikte, die sich hauptsäch- lich an der Frage der Nitratbelastung des Grundwassers, aber auch an Pflanzenschutzmitteleinträgen ent- zünden. Die Diskussion zwischen den Beteiligten ist häufig festgefahren. Im Kreis Neuss (Nordrhein-Westfalen) wurden im Rahmen eines Projekts die Einflüsse verschiedener Land- und Ackernutzungsformen auf die Grundwasserqualität untersucht. Verglichen wurden auf der einen Seite die Landnutzung durch Ackerbau, Grünland und Aufforstung. Im Ackerbau wurde weiter zwischen ortsüblich-konventionell, integriert und organisch differenziert. Dabei wurden Stickstoffbilanzen der betei- ligten Betriebe erstellt und Feldversuche zu den verschiedenen Bewirtschaftungsformen ausgewertet. Die derzeitige Bewirtschaftung weist hohe Stickstoffüberschüsse auf. Die Nutzung als Grünland würde aus wasserwirtschaftlicher Sicht das Optimum darstellen, aber für die Landwirte zu wirtschaftlichen Einbußen führen. Eine Aufforstung würde die Nitrateinträge nicht vermindern, aber unkontrollierbarer machen. Von den beiden ackerbaulichen Alternativen stellte sich der organische Landbau als die, vom Standpunkt des Wasserschutzes gesehen, effektivere heraus. Hier ist das Problem die Akzeptanz bei den Landwirten, zumal ein wirtschaftliches Risiko damit verbunden ist. Die Ergebnisse des Projektes werden vorgestellt in dem Buch "Grundwasserschonende Landnutzung" von Guido Haas, Martin Berg und Ulrich Köpke, Verlag Dr. Köster, 2000, 130 Seiten, 29.80 DM, ISBN: 3-89574-315-1. |